Gegen den Hunger …

Gegen die Zeit ….

immer wieder...

September 2012

 

Wieder war es soweit. Ein weiterer Hilfstransport nach Montenegro stand an.

 

Immer noch werden die Hunde in den Asylen unzureichend oder kaum ernährt.

Immer noch gibt es angekettete Tiere in praller Sonne und ohne Wasser.

Immer noch werden in der Stadt Bar massenhaft Hunde gekillt

Und immer noch sind die Bürgermeister von Budva und Bar nicht gesprächsbereit zum Thema Hilfe im Tierschutz.

 

Erstes Anlaufziel war das Asyl Kotor. Dort wurden die Futterspenden abgeladen und zum Gespräch war der Vertreter des Direktor Mrdak gekommen.

Tiere im Freilauf
Tiere im Freilauf

Es ging vorrangig um den Bau der Schlafstätten in den ersten zwei Zwingern.

Der Mann war nicht über dieses Thema informiert, aber konnte mit unseren techn. Zeichnungen und der Materialauflistung unseren Ausführungen folgen. Er machte sich Notizen und meinte, daß man bestrebt sei, Verbesserungen in Angriff zu nehmen. Alles Material wurde von unserem Verein gestellt und die Lohnkosten der Arbeiter (insgesamt 400 Euro) übergeben und mit einer Quittung belegt.

Er erzählte, die Quarantänestation wurde von der Stadt finanziert, neu errichtet und ist fast fertig.

Auch würden die Hunde jeden Tag Futter bekommen. Damit ist Wasser und Brot gemeint und ab und zu Knochen, die gekocht werden. Der Sud wird über das Brot gegossen.

 

Die Besichtigung der Quarantäne war etwas ernüchternd. Wir würden eher sagen, eine Station zur separaten Haltung der Neuzugänge. Es ist eine Möglichkeit, die eingefangenen Tiere nicht mehr an kurzer Kette irgendwo anzubringen, sondern in diesem unterteilten Gelände unterzubringen, sobald es fertig gestellt ist. Noch immer waren Hunde in den Büschen um das Asyl an Ketten angebracht. Eine Hund war schon monate lang dort. Wir haben ihn wieder erkannt. Diese Tiere sind so voller Lebenswillen und Freude, wenn man sich ihnen zuwendet. Sie können kaum einen Meter weit kommen, die Ketten reißen sie wieder zurück. Um sie herum Knochenreste, altes Brot und Fäkalien.

 

Angekettet in den Büschen, der schwarz-weiße Hund lebt seit Mai dort.
Angekettet in den Büschen, der schwarz-weiße Hund lebt seit Mai dort.

Unser Besuch bei Svetlana im Büro war traurig. Im Asyl herrscht immer noch der Neffe des Bürgermeisters und selbst Svetlana wird oftmals der Zutritt verwehrt. Nach ihrer Erzählung ist das Asyl überfüllt. 50 Hunde aus Cetinje wurden hineingepresst. Die Zustände sind katastrophal und der Hunger nicht in den Griff zu bekommen. Den Bürgermeister von Budva kümmert es wenig, bzw. gar nicht. Keine Chance mit ihm zu reden. Auch Svetlana bekommt keinen Termin. Die Hunde sind verloren, wenn durch uns nicht wenigstens ab und zu etwas Hundefutter zu ihnen kommt.

Svetlana hat jedoch immer noch die Möglichkeit einige Hunde für die Ausreise vorzubereiten.

Darum brauchen wir gerade für diese armen Tiere dringend Pflege- oder Endplätze.

Im Sommer war das Wasser ein Problem da die Quelle nur spärlich Wasser gab. Viel Hunde haben einen Hitzschlag bekommen. 45 Grad im Schatten und kein Schatten im Asyl.

Wir haben für 400 Euro Futter bestellt. Sehr wenig für diese vielen hungrigen Mäuler.

Die Welpen überleben weder in Asyl Kotor noch ihn Budva und das war schon mal besser.

Angekettet und allein auf einer verlassenen Baustelle. Bubira sucht ein Zuhause
Angekettet und allein auf einer verlassenen Baustelle. Bubira sucht ein Zuhause

Seit diesem Jahr betreuen wir noch 3 Tierschützerinnen in Bar. Ein schrecklicher Bürgermeister, dem es nur um das Töten der Tiere geht, herrscht auch dort. Auch er will kein Asyl bauen, obwohl die Regierung dafür Gelder gegeben hat. Die Gelder sind weg.

Die Frauen füttern die Strassentiere, lassen einige kastrieren, bevor die Welpen in ein Sterben hinein geboren werden. Denn auch dort schaffen sie es nicht, zu überleben.

Wir kommen mit den Spenden, die uns erreichen für Futter und Arztkosten auch in der Stadt Bar auf, so gut es geht.

Leider verlassen die Frauen im Oktober das Land. Sie sind aus Amerika und Russland und verbringen 6 Monate im Sommer dort. In dieser Zeit leisten sie psychisch fast übermenschliches. Ständig mit dem Sterben konfrontiert, keine Aussicht auf Hilfe und keine Unterbringungsmöglichkeit der gefundenen hilflosen Tiere. Sie bleiben auf der Straße und man hofft, sie sind morgen noch da.

Stadtwiese in Bar, eine Einheimische kommt tägl. mit Wasser u. etwas Futter
Stadtwiese in Bar, eine Einheimische kommt tägl. mit Wasser u. etwas Futter

Eine Frau auf einer Stadtwiese versorgt Hunde, die kein Zuhause finden werden, viele Welpen werden dort geboren und sterben dort. Kein Futter, kein ärztliche Versorgung, kein Dach über dem Kopf. Einige Tiere auch Welpen werden an den Büschen und Bäumen angebunden, damit sie nicht weglaufen. Die Frau selber ist nur 4 Stunden am Nachmittag dort. Babykatzen schreien und sterben, da sie ohne Mutter und regelmäßige Fütterung nicht überleben. Es ist schrecklich.

 

Kaum eines dieser Tiere hat eine Chance zu überleben, sie stecken sich gegenseitig mit Krankheiten an. Überall liegen Kot und Knochen, Abfälle und Müll herum. Gras wächst darüber, aber auch tote Tiere sind so verdeckt nur schwer von außen zu sehen. Die Frau hat kein Geld und kein Auto, die Tiere zum Arzt zu fahren, keiner hilft. Wir geben Futter, Welpenmilch und Medikamente für kleine Behandlungen, wie Durchfall, Augensalben und Wurm- und Zeckenmitteln.

 

Eine kleine Erleichterung, mehr können wir nicht tun, wohin mit all diesen Tieren.

Stadtwiese in Bar
Stadtwiese in Bar

Der Winter wird hart für diese Tiere, keiner der füttert und hilft, da kann es kein Morgen geben.

Viele werden im nächsten Jahr nicht mehr sein.

Wir bleiben auch da dran und hoffen, dass sich einheimische Tierschützer finden um zu helfen.

In diesem Land ist es schwierig Tierfreunde zu finden.

Wer spenden möchte sollte helfen, den Tieren wenigstens Futter zu geben. Wir können es vor Ort kaufen und es kostet 1 Euro das Kilo. Rechnungen können vorgelegt werden.

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition,in Bar das Töten einzustellen, zu kastrieren und unsere Angebot der Hilfe anzunehmen.

 

http://www.thepetitionsite.com/566/006/948/stop-killing-stray-dogs-and-initiate-a-humane-stray-dog-management-in-the-city-of-bar-montenegro/

 

Renate Heimann

Tierhilfe Montenengro

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