Reisebericht – Hilfsfahrt nach Montenegro vom 26.02. bis 04.03.2012

Am 26.02. fuhren wir in den Morgenstunden mit dem vollgepackten Auto los.....

 

In Österreich / Salzburger Raum langen noch Unmengen Schnee und starke Schneefälle machten das Vorwärtskommen schwierig

Kroatien Rastplatz
Kroatien Rastplatz

….und am 27.02. kamen wir in den Abendstunden in Budva an.

 

Obwohl schon sehr dunkel – in Budva wurde Strom gespart und die Spotbeleuchtung war teilweise aus – fuhren wir zu Svetlana, um einen Teil der Spenden schon auszuladen.

 

Der nächste Tag war für das Asyl in Kotor geplant, wo wir auch die vorgesehenen Spenden abgaben.

Wir sahen nach unseren Tieren. In einem abgeschiedenen Trakt fanden wir einen kleinen zitterenden Terrier, 15 Jahre alt. Er konnte nicht mehr aufstehen, er hatte immer die gleiche Körperhaltung. Sein Frauchen hatte ihm Asyl abgegeben, weil er alt geworden war. Nun saß er ganz allein auf dem kalten Betonboden, kein Decke, kein Körbchen nichts und er konnte sich auch des nachts nicht fortbewegen. Es interessierte keinen. Margot hatte ihm ein Körbchen geholt und wir haben in hineingelegt. Es hat ihm gut getan.

Am nächsten Tag wurde er vom Tierarzt eingeschläfert. Es gibt keine Gnadenplätze für Tiere in Montenegro.


Kleiner sterbender Hund, er konnte die Vorderbeine nicht mehr knicken.

 


Dejo haben wir im Zwinger entdeckt. Die anderen Hunde hatten ihm ein großes Stück Fell am Hinterteil weg gerissen. Da blanke Fleisch war zu sehen.

Er hat keinen Streß mit Rüden oder anderen Hunden. Er war sehr ruhig, etwas tolpatschig und mochte immer gestreichelt werden. Er war einfach nur lieb. Wir denken die anderen Hunde mögen ihn nicht.


 

Es waren wieder sehr viele Hunde im Asyl und die meisten in den Zwingern. Sie jammern und winseln, wollen raus. Angeblich würden sie alle täglich im Wechsel in den Freilauf kommen

Zwinger im Asyl Kotor
Zwinger im Asyl Kotor

Asyl Podgorica

Hundehaus mit Freilauf                                                                                                              Zwinger Freilauf geplant
Hundehaus mit Freilauf Zwinger Freilauf geplant

Am folgenden Tag fuhren wir in die Hauptstadt Podgorica, dort hatten wir einen Termin mit der Leiterin des TS-Vereins. Wir waren überrascht. Alles war sehr sauber und ordentlich. Viele Tiere waren im Freilauf. Die Zwinger und Hundehäuser hatten alle Zugang in getrennte Freigehege und die Tiere konnten selbst entscheiden, ob sie drinnen oder draußen sein wollten. Es war super Wetter und alles, was vier Beine hatte lag in der Sonne. Eine Erweiterung der Freiläufe ist geplant. Es gibt viele Schäferhunde und große Tiere im Asyl, abgegeben, weil sie den Leuten zu viel Arbeit machten. Da gibt es kaum Vermittlungschancen.

 

Die Welpen-, Quarantänestation war ebenfalls ins Freie verlegt worden. Die kleinen Gehege standen an der Hauswand in der Sonne. Den Welpen tat es gut und sie sahen auch sehr gesund aus.

Alle Hunde des Asyl sind kastriert. Es werden keine unkastrierten Hunde vermittelt und dort macht man auch Kontrollen bei den neuen Besitzern. Das Asyl Podgorica hat 12-20 Volontäre, die mit den Hunden in der Stadt spazieren gehen, Werbung für einen Tierheimhund machen und die auch im Asyl putzen, da es die angestellten Männer nicht tun.

Welpen in der Sonne vom Haus
Welpen in der Sonne vom Haus

 

Wir spendeten den Asylen Kotor, Budva und Podgorica Futter von je 300 Euro. Man hat uns und all unseren Spendern herzlich gedankt

Spende für Asyl Podgorica
Spende für Asyl Podgorica
Spende für Asyl Kotor
Spende für Asyl Kotor

Leider wurde die Spende für das Asyl Budva nicht mehr während unserer Anwesenheit geliefert.

 

Donnerstag Vormittag trafen wir den Direktor des Asyl Kotor und sprachen über die Möglichkeiten den Tieren vor allem im Winter zu helfen. Im Asyl gab es einen einzigen Welpen, alle waren über den Winter hin gestorben. Wir erwarten einen Kostenvoranschlag über Holzschlafbänke für die großen Zwinger in Kotor. Dann müssten die Hunde nicht mehr auf dem Betonboden in Kot und Urin liegen.

Asyl Budva.

Dort befinden sich zur zeit ca. 70 Hunde

Anschließend besuchten wir das Asyl Budva. Wir hatten vor, noch Fotos von Tieren zu machen, doch der große Hunger dieser Tiere und der Tumult, als wir kamen, hat unsere Pläne geändert. Wir haben erst einmal gefüttert. Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Hunde regelmäßig gefüttert werden. Wir haben Malereimer herumstehen sehen, voll mit eingeweichten Brötchen und obendrauf einen Handvoll Trockenfutter. Es waren 4 Eimer. Falls das für alle Hunde gewesen sein sollte, bekommt jeder Hund kaum eine Handvoll nasser Brötchen.

Die Welpen in der Quarantänestation lebten in einem erbärmlichen Zustand. Überall Urin und Kot, alles nass. Es wird selten gesäubert. Die Männer tun es eben nicht. Wir werden bei unserem nächsten Besuch versuchen, daß die Stadt eine Frau einstellt. Svetlana kann nur zwei mal die Woche in Asyl sein, dann tut sie ihr Möglichstes, doch es muss täglich gesäubert werden

 


Wir sind sehr betroffen, daß trotz regelmäßiger Spenden, die natürlich nicht ausreichen, immer noch so vieles im Argen ist.


Das Asyl in Podgorica ist nach meiner Einschätzung, das am Besten geführte, da die Stadt viele Kosten und auch die Bezahlung von etwas Futter übernimmt. Dort werden auch kostenlose Kastrationen für die Tiere aus der Bevölkerung angeboten.



 

 

Welpenstation in Asyl Podgorica mit Rotlichtlampen
Welpenstation in Asyl Podgorica mit Rotlichtlampen


Spendenkonto

Tierhilfe Montenegro e.V.
Renate Heimann
Sparkasse Leipzig
BLZ: 86055592
Konto-Nr. 1801498950

Internationale Konto-Nr. (IBAN):
DE 81 8605 5592 1801 4989 50

Internationale Bankidentifikation (BIC):
WELADE8LXXX

 


Infos zur vereinfachten Kleinspende finden Sie hier


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Hinweis: Die Genehmigung, um im Auslandstierschutz weiterhin tätig sein zu dürfen, wurde bei der zuständigen Veterinärbehörde in Leipzig beantragt.



Ferien mit Hund an der Ostsee (Usedom)

www.sonnengehoeft.de


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