Kotor Dezember 2009

20. Dezember 2009

Dauerregen in Montenegro...

Es regnet seit Wochen. Die Tiere wissen nicht wohin. So sieht es zur Zeit aus. Es gibt kein trockenes Plätzchen mehr.
Der Regen ist kalt und der Wind noch mehr.

Überall Pfützen und Schlamm, die Tiere nass. Es gibt kein Trinkwasser für die Tiere, nur die Pfützen
Die Stadtverwaltung rühren diese Bilder nicht, es gibt Schlimmere.

Diesen kleinen Welpen konnte Lubica heimlich aus dem Asyl entwenden. Sie wird ihn in ihren warmen Mantel wickeln, ungesehen kann er mit zu ihr nach Hause, wo bereits 16 Welpen und Junghunde, sowie 6 grosse Hunde und 45 Katzen untergebracht sind. Eigentlich geht hier nichts mehr.

Aber Lubica kann so ein kleines Bündel nicht einfach zurücklassen. Er würde es nicht überleben.
Wenn er nicht todsterbenskrank ist, wird er nach Deutschland gerettet. Er hatte Glück - zu viele sind schon gestorben.

Seit Anfang des Jahres haben wir alle gängigen Zeitungen in Montenegro und die Radiostationen in Kotor und Budva angeschrieben.
Auch an das Ministerium, den Minister für Tourismus und seine Vertreter ging die Information und unser Protest zum Baustopp der Überdachung.

Wir danken allen, die immer wieder mit Spenden helfen und wir versprechen, alles daran zu setzen, den Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen.


18. Dezember 2009

Seit einem Jahr helfen wir den Tieren im Asyl Kotor.
Das Asyl nennt sich Asyl, weil es keinen anderen Namen dafür gibt. Es ist nur eine Menge Tiere, zusammengepfercht im Nirgendwo.


Der Anfang
Die Tiere wurden von einer Frau Vesna Vukotic, die sich selbst „Tierschutzpräsidentin“ nennt, von der Strasse auf diese Müllhalde bei Kotor gebracht. Ganz sicher hat sie Mitleid mit den Strassentieren, aber so gut wie auf sich allein gestellt, konnte Futter oder ärztliche Versorgung mit wachsender Zahl der Tiere nicht gewährleistet werden.

Die Stadt hat diese „Abladestelle“ für Tiere als gute Gelegenheit erkannt, selber dort Strassentiere hinzubringen.

Die Stadt Kotor ist der Besitzer der ehemaligen Müllhalde und beschwichtigt Kritiker seit Jahren mit den Worten, dass sie in Kürze ein Tierheim bauen wird. Die Müllhalde ist ein grosses Gelände, wo auf einem nicht mehr genutztem Teil die Hunde leben. Der Rest der Halde ist noch in Betrieb.

Dort im Asyl lebt eine junge Frau mit Familie. Sie bekommt von der Stadt eine kleine Summe. Sie muss auf die Tiere aufpassen und wenn jemand altes Brot bringt, verfüttern.
Die „Präsidentin“ ist Rentnerin und fast täglich im Asyl. Sie ist aber selten bereit, dort mit zu helfen.
Gesäubert werden die Käfige oder das Umfeld nicht. Tote Tiere werden auf der intakten Müllhalde, einige Meter weiter, entsorgt.

Es gibt einige Hundehütten und die Käfige. Viele Tiere liegen an viel zu kurzen Ketten (50cm) einige dürfen frei herum laufen, andere kommen zu Zehnt oder mehr in Käfige und andere wieder in notdürftig errichtete Gehege.

Die Tiere werden wochenlang oder manchmal auch für immer auf kleinstem Raum eingesperrt und nicht nach Geschlechtern getrennt. Sie vermehren sich. Die Welpen werden gleich von anderen Hunden gefressen, wenn man es nicht beizeiten bemerkt. Schlimmster mir bekannter Fall, eine werfende Hündin wurde mitsamt ihren Welpen während der Geburt aufgefressen.

Unsere Schreiben an die Stadtverwaltung, die Bürgermeisterin blieben unbeantwortet. Ebenso die Schreiben an die Zeitung und das Regionalfernsehen in Budva.
Es herrscht eine absolute Gleichgültigkeit Tieren gegenüber.
Ich selbst war im vergangenen Jahr 2 x auf dieser Halde und in diesem Jahr 1x . Dafür waren andere Leute von uns mehrfach vor Ort.

Unsere Kontaktperson in Kotor ist Lubica Trakic. Sie spricht gut deutsch und ist die Einzige, die von unseren Spendengeldern Futter für die Tiere besorgt und füttert. Einige Frauen helfen ihr dabei.

Abb:
Lubica links, hinter Lubica die Tierschutzpräsidentin, rechts Milica, die dort wohnt und von der Stadt ein kleines Entgeld bekommt.

Die Stadtverwaltung, Herr Crepulja, hatte uns den Bau einer 300 qm Überdachung bewilligt.

Vor Ort im Gespräch waren Tierschützer von uns, Jasmin Catovic und Fred Schramm.
Schriftlich war nichts zu bekommen, nur die hundertprozentige Zusicherung und die Forderung von Herrn Crepulia, das Geld (6000 Euro) zu überweisen. Ohne Schriftstück haben wir das abgelehnt. Wir waren aber bereit, bei Baubeginn die erste Rate zu zahlen. Es geschah nichts.

An Lubica Trakic haben wir auf Grund eines Kostenvoranschlages der Firma TECHNO-KOOP 6.000,00 Euro überwiesen.
2000 Euro hatte die Firma bereits für den Baubeginn bekommen. Die Dokumente wurden unterzeichnet und stehen auf der HP.
Diese Firma wurde uns von einer befreundeten Architektin Svetlana Novakovic aus Budva empfohlen.

Der Bautermin war Anfang Dezember festgelegt. Die Bauarbeiter waren vor Ort.

Die „Präsidentin“ war im Asyl anwesend und schickte die Bauleute mit Androhung der Polizei wieder weg. Sie ist eine dominante, uneinsichtige Person.
Sie empfand es als störend, dass nicht sie das Geld in die Hand bekommen habe. Sie wollte die Anweisungen geben, nicht andere.
Aktionen scheitern am Egoismus und der Selbstdarstellung einiger Menschen vor Ort.
Die Arbeiter zogen wieder ab.
Nichts geschah.

Lubica versucht, die Welpen aus dem Asyl zu retten. Sie nimmt sie mit nach Hause, gegen den Willen ihres Mannes. Ihr Haus ist klein und dort sind schon 6 Hunde 40 Katzen und 10 Welpen.

Das Fernsehen war bereits mit Svetlana, der Architektin, vor Ort.


Unsere Aktionen beinhalteten mehrere Schreiben an das Ministerium für Touristimus und den Minister für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft, die Konsulate in Berlin und in Podgorica, verschiedene Reiseunternehmen (TUI, Neckermann... und Internetreisebüros).
Versuche, bei Wikipedia dem Tierschutz generell einen Platz einzuräumen, sind noch im Gange, bzw. aufgeschoben.

Schreiben an die Bürgermeisterin und die Stadtverwaltung Abt. Kommunales, Herr Crepulia.
2000 Schulbücher zum Tierschutz „tierisch engagiert“ wurden in die Landessprache übersetzt und von der „Erna-Graff-Stiftung“ gedruckt und uns kostenlos zur Verfügung gestellt

Seit Juli 09 bis 12.12.09 wurden von uns 11.165,00 für Futter und Medikamente (Arztkosten) überwiesen.
Das Geld wurde zu 2/3 für die Tiere in Kotor, die Welpen bei Lubica und zu 1/3 für Futter der Strassentiere in Budva verwendet.
Nicht eingerechnet sind unsere Reisekosten, Mitnahme von Medikamenten, Spenden und die Arztkosten hier in Deutschland.
Am 15. Dez.09 konnten wir wieder 300 Euro für Futterkosten überweisen.

Mehr ist nicht zu schaffen.


17. Dezember 2009

Schlamm, Regen, Kälte und immer wieder Hunger - grausame Zustände im Asyl Kotor -

Die Tiere im Asyl sterben. Es ist kalt geworden in Montenegro und der Regen ist eisig. Über hundert Hunde haben nichts zu fressen und kein warmes oder kaum ein trockenes Plätzchen. Die Gelder sind verbraucht.

Lungenentzündung und Blutdurchfälle sind das Todesurteil für diese Tiere. Der Mann mit der Sense ist rund um die Uhr beschäftigt.

Es sterben zu viele Tiere. Die Welpen jaulen und zittern vor Hunger und Kälte. Die Stadt gestattet erst im Januar die Überdachung zu bauen.
Das werden diese Tiere nicht mehr erleben.

Von Podgorica dem Tierheim, das so viele Tiere tötet, kamen die ausrangierten alten Boxen. Dort standen sie in Zwingern, jetzt sollen sie im Freien vor Regen schützen. Sie sind kaputt und das Wasser läuft rein. Sie nützen gar nichts.
Man hat sie auf einem Haufen geschmissen ... und die Stadt lässt uns nicht bauen, trotz Zusagen!

Es ist ein Verbrechen was dort geschieht. Wir klagen diese Leute an. Was sind das für Menschen in dieser Verwaltung, wer hilft diesen Tieren ¨!.

Die Hunde sind in Käfige eingesperrt, können nicht selbst auf Futtersuche gehen. In Freiheit hätten sie die Chance zu überleben.

Die Tiere brauchen uns ! Bitte lasst sie nicht im Stich !
Wir haben versprochen, die Tiere über den Winter zu bringen.
Leider nützen nur Geldspenden, denn das Futter bekommen wir kaum über die Grenzen.
Und wenn, dann nur kleinere Mengen.
Es sind 7 Grenzen zu passieren.

11. Dezember 2009

Neues vom Stand des Baues der Überdachung -Asyl Kotor

Bereits vor über 2 Wochen sollte am Asyl der Bau beginnen.

Die Arbeiter der Firma TECHNO-KOP waren pünktlich mit ihren Gerätschaften zur Stelle. Die selbsternannte Tierschutzpräsidentin des Asyls ist gegen den Bau und drohte mit der Polizei, wenn der Bau beginnen sollte. Die unschlüssigen Arbeiter sind wieder abgezogen und die Stadtverwaltung weiss nicht recht, was sie tun sollte. Diese Tierschutzpräsidentin ist es, die in den Tieren im Winter kein Dach über den Kopf, keine geschützte Stelle vor Wind und Wetter bewilligte. Sie ist extrem rechthaberisch, streitsüchtig und hat ein gesteigertes Geltungsbedürfnis. Immer wieder hatten wir ihr die Hand gereicht, um ein gemeinsames Ziel anzustreben.
Alle Gelder sind zusammen gekommen, vielleicht hatte man das nicht erwartet.

Die Stadtverwaltung hat keine richtige Meinung dazu, obwohl sie den Bau bewilligte. Man zuckte die Achseln. Tiere sind ihnen total egal. Immer noch !
In den letzten beiden Wochen wurden Gespräche mit dem Verantwortlichen der Stadtverwaltung, Herrn Turtko geführt.

Nun hat man uns den Baustart Ende Januar versprochen. Schriftlich geben sie kein Stück Papier heraus.
Wir werden ein Protestscheiben an die Stadtverwaltung verfassen und alle bitten, es ebenfalls an die Verantwortlichen zu senden.

 

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Spendenkonto

Tierhilfe Montenegro e.V.
Renate Heimann
Sparkasse Leipzig
BLZ: 86055592
Konto-Nr. 1801498950

Internationale Konto-Nr. (IBAN):
DE 81 8605 5592 1801 4989 50

Internationale Bankidentifikation (BIC):
WELADE8LXXX

 


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Hinweis: Die Genehmigung, um im Auslandstierschutz weiterhin tätig sein zu dürfen, wurde bei der zuständigen Veterinärbehörde in Leipzig beantragt.



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