Wie alles begann

 

Seit fast 7 Jahren sind wir in Montenegro tätig.
Den Streunern zu helfen, ist unser Ziel. Das aber nicht allein - vorrangig war und ist immer der Bau eines Tierheimes.
Dafür war ich nach meinem Schock-Urlaub 2005 wieder dorthin gereist.

Solche Bilder gehen nicht aus dem Kopf...

Schock, weil ich diese Mengen von kranken und hungernden Tieren noch nirgendwo in dieser Dimension erlebt hatte.

Schock, weil man von keinem Tierheim wusste - im ganzen Land nicht.

Schock, weil nicht einmal der Tierarzt, der 2 Tage auf sich warten liess, gegen Bezahlung helfen wollte.

Schock, als wir hörten, dass sogenannte Säuberungsaktionen stattfinden -

in Säcke gestopfte Tiere, in Wäldern erschlagen...

Das sind die Hundefänger!

So fangen sie Welpen - die armen kleinen Kerlchen leben noch....

Diese Arbeit war umsonst. Kein Versprechen wurde gehalten.

 

 

 

 

 

 

In einer der Städte hatte sich 2007 eine Tierschutzgruppe gebildet. An ihrer Spitze Svetlana (Architektin) und Milena (Dolmetscherin). Svetlana kämpfte

mit uns gemeinsam an vorderster Front beim Bürgermeister für ein Tierheim.
Svetlana entwarf nächtelang für jeden vorgeschlagenen Bauplatz ein neues Projekt. Immer und immer wieder. In Auftrag gegeben, hätte das Tausende gekostet. Sie machte es kostenlos.


Der Termin mit einigen wenigen Tierfreunden beim Bürgermeister liess Hoffnung keimen.
Presse und Fernsehen stürzten sich auf uns, waren mega-mässig interessiert.

Vier Jahre ständige Termine beim Bürgermeister der Stadt.
Vier Jahre Versprechungen der Behörde und Baubeginn an verschiedenen Standorten. Immer wieder Baustopp wegen (angeblicher) Proteste der Bauern.
Vier Jahre Petitionen an das Ministerium und die Stadtverwaltung.
Vier Jahre ständig Fernsehauftritte, Radiointerviews, Zeitungsberichte und Aufklärungsversuche bei der Bevölkerung.

Viele Jahre die Bitte an Urlauber, ihr Entsetzen und ihre Traurigkeit nicht uns, sondern der Stadtverwaltung zu schreiben.

Wir danken hiermit allen, die sich an diesen Aktionen beteiligt haben.

Mittlerweile liessen wir Tiere kastrieren, operieren, impfen und brachten Einige auf unserer Rückreise mit.
Ein Tropfen auf den heißen Stein? - Für diese Tiere war es das Leben.
Endlich anzukommen, Futter, ein warmes Zuhause und ganz viel Liebe. Sie geben sie Tausendfach zurück.