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Ein Hundeleben

Ein Mann schildert uns seine Erlebnisse in Montenegro.

 

…wie schon längst angekündigt, hier ist eine der vier Hundegeschichten, die meinen Urlaub so geprägt haben, dass ich heute noch, viele  Wochen danach,  keine Ruhe finden kann

Am ersten Tag meines Urlaubs begrüßten mich drei Hunde,

 

die zusammen, wie eine Familie auf den Wegen zwischen den Häusern

 

der kleinen Urlaubssiedlung in Montenegro lebten und gewöhnt waren

von den Urlaubsgästen gefüttert zu werden. Der erste Hund, war groß, jung, verspieltund sehr sympatisch.

Der zweite Hund war seine Freundin, die sich als Chefin der Gruppe zeigte.

Immer, wenn jemand an dem Haus vorbeiging, an dem die Gruppe zusammen lag, gab sie

vor, wie intensiv und wie lange gebellt werden soll.

Der dritte weiße Hund machte als Mitläufer alles mit, natürlich, nach Vorgabe der Chefin.

Es war schön zu sehen, wie sie miteinander glücklich spielten, obwohl sie sehr hungrig und durstig waren.

Beim Füttern der Hunde konnte man sehen, wie hungrig sie waren.

Das Trockenfutter wurde ohne zu kauen  in Sekundenschnelle geschluckt.

Das unendliche Wassertrinken (über zwei Liter) dieses verdurstenden Hundes brachte mich auf die

Gedanken über meine menschliche Zugehö rigkeit nachzudenken.

Da sich dieser Hund auch in der Nähe einer Baustelle bewegte, kam der Bauherr, der als Wirt in Deutschland tätig ist, auf der Idee, den Hund anzuketten und seine Baustelle, die sich direkt unter einer Brücke befand, zubewachen.

Auf einmal, hörte man ein schreckliches Geschrei eines im Dreck angeketteten Hundes, der nach Freiheit und seinen Freunden schrie

Sein weißer Freund, der regelmäßig zu ihm kam  schien sehr traurig zu sein.

Die Chefin sah auch traurig aus und saß stundenlang in der Nähe ihres Freundes, der keine Freiheit mehr genießen konnte.

Da sich die Chefin vor kurzem mit dem Hund Jerry und mit dem kleinen Findling

Namens Nieda, angefreundet  hat, nahm sie jeden Morgen beide in Empfang.

Der weiße Hund blieb aber immer unter der Brücke, nicht weit von seinem angeketteten Freund und wartete, bis sich der Jerry und die Chefin verständigt haben.

Als der Jerry erfuhr, dass die Chefin von ihrem Freund die Kinder erwartet, gingen sie dann zusammen zu ihm, um mit ihm zu spielen.

Nach dem Spielen blieb der große Hund Vucko angekettet an dem Brückenpfeiler neben dem leerem Eimer liegen.

Da mich sein trauriges Gesicht und seine Augen voller Tränen täglich begleiten, habe ich die Geschichte einigen Menschen in Montenegro geschickt, damit sie den Hund "Vucko" zu besuchen, seine Lage zu überprüfen, und ihm wenigsten ein bisschen Wasser zu geben.

 

Liebe Grüße,

T.