Unser Kastrationsprogramm in Ulcinj CNR = Catch Neuter Release

Unser Kastrationsprogramm in Ulcinj CNR = Catch Neuter Release

Jahrelang haben wir versucht mit verschiedenen lokalen Tierärzten ein Kastrationsprogramm auf die Beine zu stellen. Unsere Vorschläge scheiterten immer wieder entweder am Willen dieser Tierärzte oder an der Durchführbarkeit. Auch ausländische Tierärzte, die bereit gewesen wären kostenlose Aktionen durchzuführen wurden nicht zugelassen.

Im letzten Jahr trafen wir uns im Tierasyl Kotor mit dem zuständigen Tierarzt zu einem Gespräch. Erneut sprachen wir das Thema Kastrationen an und dieses Mal gab es nicht nur Zustimmung seinerseits, sondern konnten auch bereits erste Rahmenbedingungen mit ihm klären.

In dem Küstenort Ulcinj nahe der Grenze von Albanien gibt es keine behördlich angeordneten Vergiftungsaktionen. Eine gute Voraussetzung dort den Versuch des Kastrationsprogramm (CNR) zu wagen. Der Tierarzt war bereit mit uns einen Vertrag zu schliessen.

Dieser beeinhaltet:
Für eine Pauschalsumme von 210 .- Euro werden jeden Monat fünf Hunde oder Katzen kastriert.
Jedes Tier wird gegen Parasiten behandelt, mit Antibiotika versorgt und gegen Tollwut geimpft und erhält als äusserliches Zeichen eine Ohrmarke (nicht bei Katzen). Nach der OP wird das Tier sieben Tage in der Klinik zur Rekonvaleszenz unter Beobachtung behalten. Alles wird schriftlich dokumentiert und zudem werden Fotos gemacht.

Seit Beginn dieses Jahres konnten wir der Theorie Taten folgen lassen. Einem besonders glücklichen Umstand verdanken wir die erfolgreiche Umsetzung. Wir konnten eine ortsansässige Tierschutzaktivistin gewinnen dieses Projekt massgeblich zu betreuen. Sie sucht die Tiere aus, fängt sie ein, bringt sie zum Tierarzt, besucht sie nach der Kastration und holt sie schliesslich ab, um sie wieder an ihren Standorten zu entlassen. Des weiteren macht sie täglich Fütterungsrunden und klärt nebenbei die Einwohner über dieses Projekt auf. Sie trägt so in grossartiger Weise dazu bei, dass die Strassenhunde mehr Toleranz und Akzeptanz erfahren. Die Tiere erholen sich rasch und fügen sich an ihren Standorten wieder ein. Die Hunde profitieren mehrfach von der Kastration. Die Rüden sind befreit von Kämpfen um läufige Weibchen, die Hündinnen haben keinen Nachwuchs, der sowieso kaum Chancen auf ein langes Leben hätte. Durch die Tollwutimpfung (durch Ohrmarkierung signalisiert) bekommen die Hunde einen anderen Status und die Anwohner haben weniger Angst vor ihnen, werden demzufolge auch besser behandelt.

Wir sind sehr dankbar und stolz, dass es mit vereinten Kräften gelungen ist in Ulcinj die ersten Schritte in eine bessere Zukunft für die Strassentiere zu machen. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kastrationen die unsagbar traurigen Zustände langfristig verbessern werden. Jede einzelne Kastration verhindert vielfaches Leid. Glücklicherweise klappt die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt dank der mehrsprachigen Tierschutzaktivistin sehr gut. Schon melden sich auch Privatpersonen, die sich eine Kastration ihrer Tiere nicht leisten können. Bei einem Durchschnittsgehalt von 300.- - 400.- Euro maximal, ist das nicht verwunderlich. Auch die Kastration dieser privat gehaltenen Tiere ist sehr sinnvoll, denn diese laufen oft frei herum und können genauso für unerwünschten Nachwuchs sorgen.

Dieses Projekt führen wir bis auf Weiteres fort und hoffen zumindest in der Stadt Ulcinj dem enormen Leid der Strassentiere etwas entgegenzusetzen. Es ist nur ein Beginn. Gerne würden wir die Anzahl der Kastrationen erhöhen. Doch dazu brauchen wir unbedingt kontinuierliche finanzielle Unterstützung.

Gerne möchten wir an dieser Stelle noch unsere fleissige Tierschutzaktivistin zitieren. Sie schrieb:

"Auf dem Weg nach Hause habe ich Kaktus (Name des stummelschwänzigen Rüden) getroffen. Ich musste Freudentränen vergiessen, als ich ihn sah. Er sieht so gut aus, so glücklich und gut genährt. Ich sehe den Erfolg des Programms jeden Tag, ich sehe sie - gesund und glücklich!


Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, das ihr dafür gekämpft habt, weil das das einzige Positive ist, dass ich sehe in dieser Stadt. Ich weiss, dass die markierten Tiere sicher sind und die Leute sie jetzt mit anderen Augen sehen und sie mehr wertschätzen.


Ich danke euch so, dass ihr das möglich gemacht habt. Ich wünschte nur, es könnten noch mehr Tiere davon profitieren, aber vielleicht wird das ja auch wahr werden"

Bitte helfen Sie uns mit einem Spendenbeitrag dem permanenten Nachwuchs von unerwünschten Hunden und Katzen Einhalt zu gebieten.

Gleichfalls möchten wir auch das Tierasyl Kotor weiterhin unterstützen beim Ausbau (Quarantänestation, Welpengehege) und die auch monatlichen Futterspenden sind unerlässlich. Die dort eingesperrten Hunde sollen wenigstens keinen Hunger leiden.

 

Wenn Sie sich ein Bild machen möchten, haben Sie hier die Chance.

DANKE!

Spendenkonto
Tierhilfe Montenegro e.V.
Renate Heimann
Sparkasse Leipzig
BLZ: 86055592
Konto-Nr. 1801498950

Internationale Konto-Nr. (IBAN):
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Für Spender aus der Schweiz:
Tierhilfe Montenegro e. V.
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oder auch bei

https://www.spendenportal.de/geldspenden/projekt/12513